Eine Schule, sieben Lernbereiche, 24/7 geöffnet, für SchülerInnen von 0 - 100 Jahren

Soweit die Kurzversion zu Schule 2030. Aber fangen wir langsam an. Zunächst soll es um Schule für ca. 6 - 18-jährige gehen.

Stell dir vor, Schule ist ein geschützter Ort, an dem junge Menschen ihre Stärken herausfinden, lernen für einander dazusein und die Welt erwachsen entgegenzunehmen.

Warum brauchen wir eine neue Bildungskultur?

Wir werden als Original geboren, aber die meisten sterben als Kopie. "Gerechterweise" bereitet uns unser Schulsystem auf standardisierte Abschlüsse vor, damit alle die gleichen Chancen haben. Die haben sie aber nie und die braucht auch niemand, denn es hat ja seinen Sinn, dass wir verschieden sind. Bereits heute - und in Zukunft noch mehr - brauchen wir Vielfalt und Verantwortungsbewusstsein. Und die Selbständigkeit, unter veränderten Arbeitsbedingungen Privat- und Berufsleben in Einklang zu bringen.

 

Kinder kommen verschieden in die Schule und sollten noch viel verschiedener wieder herauskommen. Wir lernen uns die ersten 16-18 Jahre kennen, dann erfinden wir uns einen (ersten) Beruf, der zu unserem inneren Kompass passt. Wir müssen uns nicht verbiegen, bleiben gesund und brauchen auch keine Ersatzbefriedigungen. Wir haben alle Energie, um uns und der Welt zu dienen.

Was also sollen unsere Kinder lernen?

Auf ihr Herz hören (oder ihren Bauch?), ihren Verstand gebrauchen, mit (De-)Mut und Fleiß die sich stellenden Herausforderungen meistern.

 

In sieben Lernbereichen können sie sich selbst erproben, mit anderen zusammenarbeiten, ihren Interessen nachgehen, Erfahrungen sammeln und Zertifikate erwerben:

1. Gesundheit und Bewegung

2. Lebensgestaltung/Ethik/Religion ("Glück")

3. Gesellschaft und Kulturtechniken

4. Sprachen

5. Natur und Kosmos

6. Ku/Mu/Ta/The (Kunst, Musik, Tanz, Theater)

7. Praxis (Werken/Technik/Makerspace, Public Speaking, Schülerfirma, Ehrenamt, Haushalt)

 

Zum Schulabschluss gibt es dann ein aussagekräftiges Portfolio zu individuellen Stärken, Kompetenzen, Erfahrungen und Praktika.

 

 

 

Und wie sollen sie lernen?

In einer neugierweckenden Lernumgebung mit einer Tagesstruktur, die ihrem individuellen Wesen und ihrer Reife entspricht - mit drei Stunden selbstbestimmter Freiarbeit.

Projekte vernetzen die Lernbereiche, fördern Teamfähigkeit und co-kreatives Denken.

Das gemeinsame Lernen findet jahrgangsübergreifend statt, z.B. von 6 - 9 Jahren und von 10 - 16 Jahren. Die Räume sind altersgemäß und inhaltlich je nach Lernbereich ausgestattet. LehrerInnen stehen den Kindern in der Rolle eines Mentors zur Seite und werden von weiteren multiprofessionellen MitarbeiterInnen unterstützt.

Wir brauchen verschiedene Umgebungen für verschiedene Bedürfnisse. Je nach Persönlichkeitstyp halten wir uns hier oder dort mehr auf als anderswo. Introvertierte brauchen eine andere Umgebung als Extravertierte, Kreative eine andere als Sicherheitsorientierte, Jungen oft eine andere als Mädchen, ...

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